Warum der Familienalltag so viel Kraft kostet
Morgens aus dem Haus kommen, Hausaufgaben, Streit um Kleinigkeiten, abends Erschöpfung auf allen Seiten: Viele Eltern von Kindern mit ADHS kennen diese Tage. Das hat selten mit mangelnder Erziehung zu tun. Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Planung funktionieren bei ADHS anders, und das Umfeld muss sich darauf einstellen.
Hier finden Sie Ideen, mit denen manche Familien ihren Alltag ruhiger gestalten. Jeder Beitrag erklärt kurz das Prinzip und endet mit einem Werkzeug zum Ausprobieren. Die Tipps sind Anregungen und nicht für jede Familie gleich passend.
Fünf Themen für den Alltag
- ADHS beim Kind verstehen: Was hinter dem Verhalten steckt, warum Schimpfen selten hilft und wie ein Beobachtungsbogen Gespräche mit Schule und Praxis erleichtert.
- Routinen und Wochenplan bei ADHS: Feste Abläufe am Morgen und Abend, ein sichtbarer Wochenplan und weniger Dauerstreit um Kleinigkeiten.
- Punkteplan bei ADHS: Wie ein Punkte- und Belohnungssystem Motivation im Alltag unterstützen kann und worauf Sie dabei achten sollten.
- Eltern entlasten und Beziehung stärken: Eigenen Stress ernst nehmen, positive Momente sichtbar machen und die Beziehung zum Kind stärken.
- Liebevoll und konsequent: Regeln und Wochenjobs: Klare Regeln, kleine Aufgaben und verlässliche Konsequenzen: So üben Kinder Schritt für Schritt Verantwortung.
Kostenlose Tools für Eltern
Alle Tools laufen im Browser, ohne Anmeldung. Ihre Eingaben bleiben auf Ihrem Gerät.
- Alltags-Beobachtungsbogen (im Beitrag „ADHS beim Kind verstehen“)
- Wochenplan für die Familie (im Beitrag „Routinen und Wochenplan bei ADHS“)
- Punkteplan (im Beitrag „Punkteplan bei ADHS“)
- Positivtagebuch (im Beitrag „Eltern entlasten und Beziehung stärken“)
- Jobs der Woche (im Beitrag „Liebevoll und konsequent: Regeln und Wochenjobs“)
Dazu passen unsere kostenlosen Arbeitsblätter, der Ratgeber ADHS verstehen und der Beitrag Kommunikation mit dem ADHS-Kind.
Was dieser Bereich nicht ist
Die Beiträge und Tools sind weder Therapie noch Elterntraining im therapeutischen Sinn, keine digitale Gesundheitsanwendung und kein Medizinprodukt. Sie ersetzen keine Diagnose und keine Behandlung. Wenn Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen oder Ihr Familienalltag dauerhaft stark belastet ist, wenden Sie sich bitte an Ihre Kinder- und Jugendarztpraxis, an eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten oder an eine Beratungsstelle. Anlaufstellen finden Sie unter Hilfsorganisationen.
Häufige Fragen
Ersetzt dieser Bereich ein Elterntraining oder eine Therapie?
Nein. Die Artikel und Tools sind allgemeine Informationen und Hilfen zur Alltagsorganisation. Ein Elterntraining oder eine Behandlung durch Fachleute ersetzen sie nicht. Welche Unterstützung für Ihre Familie sinnvoll ist, klären Sie am besten mit der Kinder- und Jugendarztpraxis oder einer Beratungsstelle.
Gibt es digitale Angebote für Eltern, die ärztlich verordnet werden?
Ja. Es gibt digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die von Ärztinnen, Ärzten oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten verordnet werden können, auch im Bereich ADHS. ADHaSi ist keine DiGA und wird nicht verordnet. Ob so ein Angebot für Sie in Frage kommt, besprechen Sie bitte mit Ihrer Praxis.
Für welches Alter sind die Tipps gedacht?
Die Hinweise richten sich vor allem an Eltern von Kindern und Jugendlichen im Schulalter. Je nach Alter und Entwicklung Ihres Kindes müssen Sie Ideen wie Punkteplan oder Wochenjobs anpassen, bei Jugendlichen am besten gemeinsam.
Werden meine Eingaben in den Tools gespeichert?
Die Eingaben bleiben im lokalen Speicher Ihres Browsers auf Ihrem Gerät und werden nicht an uns übertragen. Wenn Sie die Browserdaten löschen, sind die Einträge weg. Tragen Sie bitte keine sensiblen Gesundheitsdaten ein.